Kredit für Selbständige ohne Sicherheit
Hilfe beim Start
Wer selbstständig ist, der weiß, dass es alles andere als leicht ist an Kredite zu kommen. Aber es ist nicht unmöglich! Zwar ist es wesentlich schwieriger für Freiberufler und Selbstständige, doch mit der richtigen Vorbereitung und ein bisschen Cleverness kann man seinen Kreditantrag durchsetzen. Denn auch die Banken wissen, dass es Selbstständige und Existenzgründer schon ohnehin sehr schwer haben, Fuß zu fassen und von ihrem Einkommen anfangs zu leben. Daher haben Einsteiger grundsätzlich die Option über die Hausbank sogenannte Existenzgründerdarlehen zu beantragen, denen in der Regel auch statt gegeben wird.
Existenzgründerdarlehen – was ist das, wer bekommt es und was muss man dafür tun?
In der Regel hat ein Existenzgründerdarlehen eine Tilgungsaussetzung von zwei Jahren, was bedeutet, dass der Kreditnehmer erst nach zwei Jahren anfangen muss, die Tilgung zu zahlen. Das verschafft zusätzlich zu dem Kredit noch einmal finanziellen Spielraum. Außerdem fallen meist nur sehr niedrige Zinsen an, um dem Existenzgründer den Einstieg in die Selbstständigkeit zu erleichtern. Das Darlehen ist im Regelfall über die Hausbank zu beantragen, wird aber letztlich vom Staat vergeben. Dafür ist ein schlüssiges Konzept nötig. Dieses sollte eine Aufstellung der zu erwartenden Einnahmen enthalten, einen Businessplan also, aus dem auch hervorgeht, mit welchen Kosten der Antragsteller monatlich rechnet. Dazu gehören Werbe-, Miet- sowie Personalkosten ebenso wie eine Pauschale für den Steuerberater, Versicherungen etc. Ist jemand bereits länger selbstständig und möchte dieses Darlehen beantragen, muss derjenige anstelle eines Businessplans die betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) und Bilanzen der letzten Jahre vorlegen.
Kredit ohne Sicherheiten – die Bonität wird immer wichtiger und verdrängt Sicherheiten in Form von Gegenwerten
Mittlerweile werden auch mehr und mehr Kredite ohne Sicherheiten vergeben. Denn Sicherheiten und Form von Gegenständen treten zusehends zurück hinter die immer mehr in den Vordergrund rückende Bonitätsprüfung der Banken in Form eines Ratings. Derartige Sicherheiten sind oft nur noch bei Autokrediten (Fahrzeugbrief) und Baufinanzierungen (Grundbucheintrag) notwendig und üblich. In den anderen Fällen entscheidet die Prüfung der übrigen Bonität über Zu- und Absage des Kredits. Fällt die Prüfung negativ aus, können auch gute Sicherheiten eine schlechte Bonität nicht ausgleichen.