Girokonto Zinsen

Zu aller erst sollt hier gleich festgehalten werden, dass man nicht bei jedem Girokonto Zinsen bekommt. Das mag den ein oder anderen zwar etwas verwundern, da die Banken doch eigentlich dankbar sein müssten, dass sie mit dem Geld des Kunden arbeiten können, damit Kapital erwirtschaften und somit davon profitieren, doch dem ist eben nicht überall so. Allerdings kann man ja auch als Kunde frei wählen, wo man sein Konto anlegt und da ist es natürlich ratsam zu einer Bank zu gehen, die Zinsen für das Konto anbietet, solange das im Plus/Haben ist. Es geht dabei selbstverständlich nicht um Zinssätze wie bei einem Tages- oder Festgeldkonto, das heißt, man darf nicht 1,5% oder gar mehr Zinsen erwarten, aber jeder noch so geringe Zinssatz ist rentabel. Ist das Girokonto allerdings von vorneherein und ohne Bedingungen kostenlos, müssen die Kunden in aller Regel auf eine Verzinsung ihrem Konto verzichten. In einem solchen Fall rentiert es sich eher, ein verzinstes Tagesgeldkonto anzulegen. Gute Anbieter verzinster Konten sind zum Beispiel die DKB Bank mit dem DKB-Cash-Girokonto. Hier bekommen Sie 0,5% Zinsen und zusätzlich 1,65% für das Tagesgeld. Beim Girokonto der Netbank erhält man sage und schreibe 1,6% Zinsen für das Girokonto – eine echte Ausnahme!

Das Auf und Ab der Zinsen

Der Zinssatz für die Giro- oder Tagesgeldkonten steigt oder sinkt jeden Monat. Gerade in der Wirtschaftskrise ging der Trend natürlich eher nach unten. Mittlerweile bieten aber schon wieder recht viele Banken 2,0% oder mehr. Wer sich dafür interessiert, muss aber unter allen Umständen das Kleingedruckte genau lesen, denn hier offenbaren sich manchmal gemeine Haken. So gelten die hohen Zinsen etwa nur für eine kurze Zeit, ein Jahr, ein halbes Jahr oder weniger. Es kann auch vorkommen, dass der angegebene Zinssatz gar nicht für das Girokonto selbst gilt, sondern für ein zusätzliches Tagesgeldkonto, das man aber erst separat eröffnen muss. Als Richtlinie gilt: Girokontoverträge, die mehr als 2,0% Zinsen auf das Konto versprechen, sollte man ganz genau unter die Lupe nehmen, weil diese meist irgendeinen Haken haben.

Wann werden die Zinsen gutgeschrieben?

Fragen Sie bei der Eröffnung Ihres Kontos auch immer gleich nach, wann denn die Zinsen gutgeschrieben werden. Es gibt dabei unterschiedliche Regelungen. Manche Banken zahlen die Zinsen monatlich aus, wobei die Kunden vom Zinseszins-Effekt profitieren. Erhält man die Zinsgutschrift nur einmal im Jahr, so muss dies mit dem Zusatz „p.a“ (per anno, lat. Für pro Jahr) versehen sein.

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